Prägestempel erstellen für Leder und Metall
Für die Erstellung eines Prägestempels für Leder (Brennstempel), werden Brennplatten aus Stahl, Bronze oder Messing benötigt, die nach ihren Vorlagen für die vorhandenen Brenngeräte angefertigt werden. Mit Brennstempeln können sie Holz, Kunststoffe sowie Leder markieren. Früher wurden die Heizplatten an einer Feuerstelle oder mit Gas erhitzt. In der heutigen Zeit, verwendet man elektrische Heizplatten mit Temperaturreglung.
Für die Herstellung eines Prägestempels für Metall, benötigen sie ebenfalls eine Zeichnung, die nach ihren Vorlagen oder von Grafikern erstellt wird. Aus Gips, wird dann ein dreidimensionales Modell angefertigt. Dieses Modell wird von einem Computer abgetastet und eingelesen, danach kommt die Fräs-Graviermaschine zum Einsatz und fräst den Prägestempel in die geforderte Form und Größe. Es entsteht die so genannte Urmatrize, diese bekommt von Graveuren den Feinschliff, um Ungenauigkeiten oder Abbildungsfehler auszuschließen. Durch die erfolgte Bearbeitung, entsteht aus der Urmatrize eine Arbeitspatrize (die so genannte Positivdarstellung), die benötigt wird um die Negativdarstellung des Prägestempels zu erzeugen.
Prägestempel werden aus spezifischen Stählen gefertigt und gehärtet sowie mehrmalig entspannt, um sie belastungsfähig zu machen.
Der Stempel wird noch nachgeschliffen sowie poliert, dass sich hochglänzende oder matte Oberflächen, auf der Münze oder zuprägenden Metallen wieder finden. Für die Münz- und Medaillenherstellung werden die Arbeitsstempel prinzipiell hart verchromt, damit werden die Prägestempel, vor schneller Abnutzung geschützt. Ein Arbeitsstempel für Umlaufmünzen hält durchschnittlich einen Arbeitstag.